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Gymnasium im Loekamp inszeniert einen "sagen"-haften OpernabendVollbesetztes Theater / Originelles Bühnenbild / Phantasievolle KostümierungMARL. Im bis zum Bersten gefüllten Marler Theater fanden am Donnerstag und Samstag vor begeistertem Publikum die Aufführungen der Händel-Oper "Acis und Galatea" statt. Damit bewies die "Oper am GiL" wieder einmal, daß sie ein Garant für außergewöhnliche und gute Darbietungen ist.
Die weibliche Hauptrolle der Nymphe Galatea spielte Melanie Frenzel, die vor allen Dingen durch ihre stimmlichen Qualitäten überzeugte. Obwohl das Schauspielerische hohe Anforderungen an sie stellte, bewältigte sie auch diese Schwierigkeiten. Wolfram Wende, z. Zt. Student der Schulmusik in Hannover, verkörperte den in Galatea verliebten Hirten Acis. Auch er beherrschte trotz weniger Proben und Krankheit bei der 2. Aufführung seine gesamten Partien. Dank gesagt sei auch Dr. Klaus Schneemann, der die Rolle des weisen Hirten Damon übenahm - und in bewährter Weise diese reizvolle Aufgabe löste. Der festliche erste Teil der Oper endete mit dem stimmungsvollen Bild der Harmonie zwischen Menschen und Natur.
Bewundernswert war die Umsetzung der musikalischen Vorlage in die szenische Darstellung, die von Ludger Rademacher und Ludwig Hauf ausgearbeitet wurde. Ise Schönberg, die mit großer Geduld und übersicht sowie mit unerschütterlichem Idealismus und viel musikalischem Einfühlungsvermögen das Werk zur Aufführung brachte, hatte die Gesamtleitung. Mit Recht kann man behaupten, daß die Darbietungen des GiL in weitem Umkreis ihresgleichen suchen. Geplant sind außer den Aufführungen in Marl eine Konzertreise nach Sylt sowie evtl. eine Aufführung in Münster. Allen Beteiligten abschließend ein herzliches Dankeschön! Weiter so! Carl Schnurawa Marler Zeitung, 11.03.1985 |