Die Marler Zeitung über "Blutsbrüder" :

 

"Neue" Oper am GiL knüpft mit "Bloodbrothers" an alte Erfolge an

Premiere des modernen Rock-Stücks begeistert das Publikum am Freitag im TM

MARL. (pw) Bühne frei für die Moderne! Mit schmissigen Rocksongs, einer Handlung, die alle Höhen und Tiefen menschlichen Daseins durchläuft und schauspielerisch wie musikalisch klasse Darbietungen präsentierte sich die Oper am GiL am Freitag im Theater Marl bei der Premiere ihres neuen Stückes "Bloodbrother - Blutsbrüder" von Willy Russell.

Unter der neuen Leitung von Musiklehrer Gerd Beckmann wagte sich das traditionsreiche Ensemble mit verändertem Konzept auf die Bühne: Erstmals, seit die Oper am GiL 1969 ihre Arbeit aufnahm, wurde mit "Bloodbrothers - Blutsbrüder" ein modernes Stück gewählt, das die Probleme des 20. Jahrhunderts anspricht. Auch im Orchestergraben gab es einige Veänderungen. Mit rund 20 Musikern hatte sich das instrumentale Aufgebot halbiert. Der E-Baß verdrängte dabei den Kontrabaß, die E-Gitarren übernahmen von den Violinen den dominierenden Part der musikalischen Darbietung.

"Die Meßlatte vergangener GiL-Opern hängt sehr hoch. Wir hoffen, das Niveau halten zu können", erklärte Theaterreferent Axel Schmidt-Scherer, der erstmals am Loekamp Regie führte, vor der Premiere.

Seine Hoffnung erfüllte sich. Spielwitz, eine gut ausgewählte Besetzung, hervorragende musikalische Leistungen und auch die Geschichte, die"Bloodbrothers - Blutsbrüder" erzählt, ließen die "neue" Oper am GiL nahtlos an Aufführungen der Vergangenheit anknüpfen.Lesen Sie bitte weiter auf der dritten Lokalseite.


Marler Zeitung, 1. Juli 1996


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