Zum ersten Mal an Operetten-Einstudierung gewagt:

Loekamp-Schüler singen in einer waschechten Klamotten-Premiere

(agm) Die Proben sind in vollem Gange: Akteure umringen den Flügel in der Aula des Loekamp-Gymnasiums, ihre Manuskripte in der Hand. Regieanweisungen und gestenreiches Spiel gehen immer wieder in großem Gelächter unter - Vorbereitunge zur Aufführung der Buffo-Operette "Die Damen auf dem Markt" von Jacques Offenbach. Zum siebten Mal präsentieren Schüler des "GiL" in diesem Jahr Musiktheater. Premierentermin ist der 30. Mai.

  Proben
"DIE DAMEN AUF DEM MARKT" soll die Operette der Schüler des Loekamp-Gymnasiums heißen. Unser Bild zeigt die Gymnasiasten bei einer Probe.                                                       waz-Bild: Metzendorf

"Birnenweich", "Zunder" und "Butterschmalz" heißen die Marktfrauen, die in dieser waschechten Klamotte in harter Konkurrenz um die Gunst des Koches "Krüstchen" eifern, der sich seinerseits mit "Pimpernelle" schon einig ist. Zum guten Schluß "kommt dann alles ganz anders als man denkt" ...

"Intendantin" des 110 Schüler starken "Mammutunternehmens" ist Ise Schönberg, Schulmusikerin am GiL. Sie probt mit den Sängern/Schauspielern, dirigiert den chor und das Orchester. Die Freude an der Inszenierung und am Fleiß der Mitwirkenden steht im Vordergrund, doch, so gibt sie zu, "ist das unheimlich viel Arbeit".

Proben bringen Spaß und kosten Nerven

"Man braucht eine dicke Haut", um die monatelange Arbeit durchzuhalten, Termine zu koordinieren oder Absprachen mit Kollegen zu treffen.

In einem "Künstlerraum" der Schule häuft sich die Requisite - darunter überlebensgroßes Obst und Gemüse, liebevoll aus Pappmache geformt. An der Tafel prangen mit bunter Kreide sorgfältig ausgeführte Musterzeichnungen für Kostüme. Hier wird alles selbst gemacht.

"Die Damen auf dem Markt" ist die erste Operette, die am Loekamp-Gymnasium aufgeführt wird. "Neuland" selbst für Ise Schönberg. Proben mit dem Chor und den Solisten finden wöchentlich statt. Auch die erste Kostümprobe "in vollem Staat" ist schon gelaufen. Unter den Solisten aus den Jahrgangstufen elf und zwölf sind einige, deren Stimmen auch den unbedarften Zuhörer aufhorchen lassen. Haben die meisten sich in jahrelanger Chorarbeit auf ihre solistischen Einsätze vorbereitet, so geht bei einigen der Einsatz noch darüber hinaus. Sie möchten den Gesang zu ihrem Beruf machen.

Zur finanziellen Unterstützung der eifrigen Musiker wurde unlängst ein Freundeskreis gegründet. Denn die Auswahl der Stücke ist nicht zuletzt abhängig von dem Geld, das für die Ausleih- und Aufführungsgebühren aufgebracht werden muß.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung


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