Bericht über die "GAIA"-Premiere in der Marler Zeitung

Wolken erzählen von ihrer Reise

"GAIA - Mutter Erde", so heißt das neue Stück der "Oper am GiL", das am vergangenen Wochenende unzählige Menschen in die Aula des Doppelgymnasiums ASG/GSG zog. Fantasievoll mit viel Musik und Witz hielten die Schüler des Projektes unserer Konsumgesellschaft den Spiegel vor.

Umweltverschmutzung und Umweltschutz standen bei dem aus Theater und Musik bestehenden Stück gleichermaßen im Mittelpunkt des Geschehens. In vielen teils schon ironisch anmutenden Szenen wurde deutlich gemacht, wie wir mit unserem Lebensspender, der Erde, umgehen bzw. welchen Schaden wir dem blauen Planeten zufügen.

Den Einstieg machten drei Regenwolken, die ihre Erlebnisse von den strahlenden Bergen der Alpen bis hin zu den riesigen Industriegroßstädten des Ruhrgebiets austauschten. Besonders die Konsumfreude der Menschen stand in den weiteren Szenen im Vordergrund. Spraydosen unterhielten sich im Kaufregal über Nutzen und Schaden von Treibgasen, geldgierige Verkäufer priesen ihre Schädlingsbekämpfungsmittel an und eine entflohene Kuh erzählte von den Missständen in ihrer Zuchtanlage.

"Wir versauen unsere Umwelt"

Die Rücksichtslosigkeit, die wir Menschen anscheinend bei dem Umgang mit unserer Umwelt an den Tag legen, kam nicht zuletzt durch den Song "Wir versauen unsere Umwelt" zum Ausdruck, in dem die Umweltverschmutzung aus der Sicht der Menschen lediglich als "Spiel" abgetan wird.

Insgesamt präsentierten die Schüler der fünften bis achten Klassen eine rundum gelungene Aufführung, die zum einen durch einfallsreiche Theaterelemente glänzte und zum anderen das Publikum mit einer ganzen Palette an musikalischen Höhepunkten überzeugen konnte.

Wissenswertes über Umweltschutz

Für die Projektgruppe stand bei dem Stück besonders im Vordergrund, nicht nur einfach etwas auf der Bühne darzustellen, sondern vor allem auch das Wissen, das hinter der Thematik steckt, selbst zu erfahren. Dafür haben die Schülerinnen und Schüler bereits im Vorfeld gemeinsam mit dem Forsthaus Haidberg jede Menge über Natur, Umwelt und deren Erhaltung in Erfahrung gebracht.

Zudem wird das Musiktheaterprojekt mit seinen "umweltpädagogischen Schwerpunkten" einer der Hauptbestandteile der für Herbst 2001 geplanten Ausstellung im Rathaus der Stadt Marl sein, die das Gymnasium im Loekamp im Rahmen des Wettbewerbs "Umweltschule Europa" präsentieren wird.

Marler Zeitung, 21. Mai 2001


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