Bericht über die "GAIA"- Premiere in der WAZ

Die Sorgen der Erdmutter Gaia

Umweltmusical macht sensibel

Zwar steht sie noch nicht endgültig vor einem Scherbenhaufen, aber große Sorgen macht sie sich um unsere Umwelt: Die Erdmutter Gaia. Ihr wurde bereits 1984 das gleichnamige Musical gewidmet, das am Samstagabend die Oper am GiL in einer Neufassung präsentierte.

"Zu den Liedvorlagen haben wir mit den Schülerinnen und Schülern der unteren Klassen neue Texte entworfen, haben Vorhandenes aktualisiert", erklärt Elisabeth Wickinghoff, die die Spielleitung des Stückes hat. Das Ensemble von "Gaia" ist 50-Mann stark und die zentrale Botschaft lautet: Umweltbewußtsein ist der erste Schritt zur Besserung.

"Der Mensch muss lernen, hinzusehen, um seine Grenzen zu verstehen" - so singen die jungen Künstler im Titelsong des Musicals, das den Auftakt zu insgesamt sieben Szenen bildet. Danachwerden sie dann musikalisch und tänzerisch aufgearbeitet, die Umweltsünden: Regentropfen suchen nach reiner Luft, nützliche Insekten werden "abgeschlachtet", Spraydosen mit FCKW beklagen ihr Dasein und der Treibhauseffekt erfreut Menschen, weil sie Wärme lieben.

Den Spiegel halten sie dem Publikum vor, die Jungen und Mädchen vom GiL. Und damit jeder nicht nur nachdenkt, sondern auch handelt, lagen Zettel im Foyer der Aula von ASG und GSG aus, auf dem jeder Einzelne seinen ersten Schritt formulieren konnte: Weniger Wasser verbrauchen, mehr Fahrrad fahren oder kein FCKW-Spray mehr benutzen.

Im September wird das Projekt "Gaia" durch eine Ausstellung im Marler Rathaus dokumentiert, denn neben dem Musical gab und gibt es zahlreiche umweltpädagogische Aktionen.

WAZ, 21. Mai 2001


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