Die Marler Zeitung über die Premiere der Musical-Show:

 

GiL-Schüler feiern ihre frisch sanierte Aula

"Ich hoffe nicht, dass Sie auf den heutigen Abend Feuer und Flamme sind. Wir sind da ein bisschen gebrandmarkt." Mit Witz und Charme eröffnete Moderator und Sänger Helge Salnikau die Musicalshow der Oper am GiL – ein Konzept, das sich wie ein roter Faden durch den gesamten Abend zog. Unter dem Titel "I Got Rhythm" feierten die Schüler des Gymnasiums im Loekamp die Wiedereröffnung ihrer Aula.

Vier Jahre ist es her, dass der Saal bei einem Brand zerstört wurde – genauso wie viele andere Räume des Hülser Gymnasiums. Während des laufenden Schulbetriebs wurde das Gebäude Stück für Stück saniert. Nach der Aula werden bis zu den nächsten Sommerferien die restlichen Räume wieder auf Vordermann gebracht sein.

Für die Sanierung zeichnen sich die Architekten Ralf Baumgärtner und Johannes Brilo verantwortlich. "Beim Wiederaufbau der Aula stand vor allem die Multifunktionalität im Mittelpunkt", erklärt Ralf Baumgärtner. Möglichst viele unterschiedliche Veranstaltungen sollen hier möglich sein.

Dass diese Idee durchaus aufgeht, bewies die Musicalshow. Mit einem Querschnitt durch 32 Jahre Oper am GiL spielten die – teils ehemaligen – Schüler alleine an diesem Wochenende dreimal vor ausverkauftem Hause. Eine Zusatzvorstellung gibt es am heutigen Montag um 20 Uhr. Karten sind noch im Sekretariat des Gymnasiums zu haben.

Ohrwürmer wie "Nur für mich" aus "Les Misérables" oder auch "Dies ist die Stunde" aus "Jekyll & Hyde" füllten das mehr als zwei Stunden dauernde Programm. Trotz der Länge: Fade wurde es an keinem Punkt. Das mag zum einen an dem gut einstudierten Orchester unter Leitung von Gerd Beckmann liegen, zum anderen aber auch an den vielen, motivierten Sängerinnen und Sängern. Letztere bewiesen, warum die Oper am GiL bereits seit vielen Jahren einen außerordentlich guten Ruf genießt – sowohl stimmlich als auch bei den zahlreichen Tanzperformances. Vereinzelte Patzer fielen da kaum ins Gewicht.

Die rund 300 geladenen Gäste dankten es ihnen am Ende mit einem tosenden Applaus.

Stefan Korte

Marler Zeitung, 05. Dezember 2004


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