Die WAZ über die Premiere der Musical-Show

 


Premierengäste waren Feuer und Flamme

Oper am GiL zeigt Musical-Show zur Aulaeröffnung

Die Zeiten von Veranstaltungen in der Turnhalle sind vorbei: Die "Oper am GiL" weihte am Wochenende mit der Musical-Show "I Got Rhythm" die neue Aula des Loekampgymnasiums ein.

Die letzten Rauchschwaden drangen noch aus dem Fenster, als Bürgermeisterin Uta Heinrich im November 2000 vor den Brandüberresten des Gymnasiums im Loekamp stand. Nun, vier Jahre später, erstrahlt die Aula in neuem Glanz. Sie wurde von Grund auf saniert und eine neu eingezogene Decke sorgt für bessere Raumproportionen. Warme Farbtöne und eine große Fensterfront mit knallroter Umrahmung empfingen Freitagabend die rund 300 geladenen Gäste, unter ihnen Vetreter der Stadt und der Bezirksregierung sowie die vielen fleißigen Helfer der Schule: Mitglieder des Fördervereins, die Cafeteriamütter und SV-Vetreter, um nur einige zu nennen.

In dem vom Architekturbüro Baumgärtner & Brilo gestalteten Raum, der durchgehend Zuspruch bei den Gästen fand, fiel lediglich die orangene Bestuhlung als störend auf - ein Relikt aus alten Tagen. "Eine Neue steht aber schon auf unserer Wunschliste", so Schulleiter Johannes Habich.

Die Freude der knapp 100 Mitwirkenden über den neuen Aufführungsort sprang direkt auf die Zuschauer über. Mit einem Querschnitt aus 32 Jahren Musicalprojekten weihte das Ensemble die Aula überzeugend ein. Ex-Schüler Helge Salnikau führte mit Charme und Witz durch das Programm und begleitete die Gäste durch die Welt des Showbiz. Dabei zeigten seine Gesangseinlagen echte Entertainerqualitäten.

Die Gesamtleistung des Ensembles war enorm. Nach der "Les Misérables"-Hymne "Lied des Volkes" folgte ein Sturm der Begeisterung. Das Finale "Crazy for you" aus "I Got Rhythm" endete gar in einem furiosen Percussionact a la "Stomp". Das Orchester bewies mal wieder seine Qualität als Klangkörper. Besonders hörbar wurde es bei "Jellical Ball" aus "Cats", einem reinen Instrumentalstück.

Herausragende Sololeistungen lieferten u. a. Kathrin Kloda mit dem Gänsehaut-Song "Nur für mich" aus "Les Misérables", Marja Hennike mit stimmgewaltigen Gesangseinlagen und Opernnachwuchs Martin Szymcykowski, der auf der Bühne einen sehr souveränen Eindruck hinterließ.

Wegen der großen Resonanz findet heute um 20 Uhr eine weitere Aufführung statt. Karten gibt es im Sekretariat des GiL - dit

WAZ. 06.12.2004


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