Die WAZ über "Hänsel und Gretel" :

 

Mit "Hänsel und Gretel" in Israel: Gil-Oper begeistert

Ise Schönberg schildert ihre Eindrücke - Gegenbesuch

"Hänsel und Gretel in Israel - es hat sich gelohnt." So faßt Ise Schönberg, Leiterin der "Oper am GiL" (Gymnmasium im Loekamp) den kulturellen Aus-Flug mit 71 Mitwirkenden an die israelische Mittelmeerküste zusammen. Sie schreibt: Als der Jumbo der El-Al am ersten Ferientag in Frankfurt abhob, war die Begeisterung groß: Ein Traum begann sich zu verwirklichen.

Drei Aufführungen von "Hänsel und Gretel" fanden in der kurzen Woche statt. Rührend waren dabei die begeisterten Reaktionen des häufig deutschsprachigen Publikums. Viele wraren in Deutschland geboren. Es wurde aber auch eine Inhaltsangabe in hebräischer Sprache angeboten.

Das größte Erlebnis war aber wohl die warmherzige Aufnahme in den Familien in Afula, einer kleineren Stadt in der Nähe von Nazareth. Was Schüler und Studenten dort erlebten, von spontanen Grillparties bis zum feierlichen Schabbat-Mahl, ließ die Nächte kurz werden und wird hoffentlich zu dauerhaften Freundschaften führen.

Entsprechend groß waren die Anstrengungen der Gastgeber, die Gruppe auf allen Ebenen willkommen zu heißen. Es verging kaum ein Tag an dem nicht ein Landrat oder Bürgermeister uns persönlich begrüßten. Eine Reihe von ihnen war schon bei der Israelstiftung des Kreises Recklinghausen zu Gast gewesen.

Im April nächsten Jahres wird eine Gruppe aus Afula uns besuchen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen, schreibt Ise Schönberg, und: Auch eine Einladung zu einem neuen Gastspiel in Israel haben wir bekommen. Gern möchten wir das ernste Anliegen unterstützen, durch Jugendbegegenungen die Verständigung zwischen Israel und Deutschland zu fördern und auf eine sichere Basis zu stellen.

WAZ, 28.10.1988


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