Vater Lutz sorgt für den richtigen Dreh

Im Gymnasium im Loekamp / Bühne fürs Musical

 
HÜLS. Wenn Udo Lutz sagt, er freue sich auf einen ruhigen Couch-Abend, glaubt ihm das nicht mal der eigene Sohn. Letzterer heißt Lukas und weiß: "Der braucht das" - nein, nicht das Ausruhen, sondern das Werkeln.

   Viele kennen Udo Lutz als städtischen Verkehrsplaner, mindestens genau so viele als Schulpflegschaftsvorsitzenden am Gymnasium im Loekamp (GiL). Einige kennen ihn auch als Hobbybastler. Und das war entscheidend. Denn: Im GiL ist bald wieder Premierenzeit: "Kai aus der Kiste" heißt das neue Musical, das am Samstag, 24. November um 19 Uhr in der Hülser Schule Premiere feiert.
Der richtige Dreh im Hintergrund: Udo Lutz
lässt die Bühne des Gil jetzt rotieren.

   Musiklehrer Gerd Beckmann und der aus Marl stammende Regisseur und Schauspieler Helge Salnikau haben das Stück frei nach dem Roman von Wolf Durian und dem Kinderfilm von Günter Meyer für die Bühne bearbeitet.   Aber nicht für irgendeine Bühne: Multitalent Udo Lutz ist es zu verdanken, dass die Schule nun über eine echte Drehbühne verfügt. Besondere Technik zu einem besonderen Anlass:
    Diesmal präsentiert die als "Oper am GiL" bekannte Musical-AG erstmals eine echte Uraufführung. Die Geschiche von dem Straßenjungen Kai, der Reklamekönig von Berlin werden will,, stammt zwar aus den Zwanziger-Jahren. Doch für die aktuelle Musical-Fassung wurden zusätzliche Lieder von Drehbuchautor Günter Meyer und Filmkomponist Johannes Schlecht für die Marler Aufführungen getextet und komponiert. Beide reisen aus Berlin und Eisenach zur Premiere an. Kein Wunder, dass die 65 Darsteller und 14 Musiker im Alter von 12 bis 20 Jahren aufgeregt sind.

Kai aus der Kiste kann rotieren

   Was die beiden Promis zu sehen bekommen, kennen auch die Marler noch nicht: Neben einem aufwändigen Bühnenbild mit Türen, einem Aufzug und mehr fällt dem einen oder andern vielleicht eine Erhöhung von 20 Zentimetern auf. Der Zuschauer braucht drei Szenen, um zu bemerken, dass hier eine Drehbühne installiert wurde. Im Stück wechseln die Handlungsorte ständig. Udo Lutz hat den richtigen Dreh gefunden, das auch in Hüls spielbar zu machen. Es braucht zwar den Krafteinsatz zweier Erwachsener. Doch dann verwandelt sich wie im Handumdrehen ein Hotelzimmer in eine Wohnküche.

 

 



Marler Zeitung, 21.11.2007   



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