Marl Aktuell über "The King and I" :

 

Oper am GiL erlebte Riesenerfolg in Herzlia

Einen Mosaikstein zur Verbesserung der Beziehungen Deutschlands und Israels - so charakterisierte Hubert Schulte-Kemper die Herzlia-Reise der Oper am GiL (Gymnasium im Loekamp).

(fog) Die 110 jungen Sängerinnen und Sänger hatten zusammen mit 60 Erwachsenen eine Woche lang Marls Partnerstadt besucht, um die Kultur des Landes zu erleben und zweimal das Stück "The King and I" aufzuführen. Trotz etwas wiedriger Umstände - der Konzertsaal war nach Meinung vieler etwas zu klein ausgefallen - waren die Marler beeindruckt von den vielen Orten, die sowohl in historischer Hinsicht als auch für das heutige Israel große Bedeutung besitzen. Erwähnt seien hier nur der Geburtsort Christi, Bethlehem, die Klagemauer in Jerusalem oder die Stadt Nazareth.

Begeistert gefeiert wurde das Musical von den israelischen Zuschauern - vorwiegend deutschsprechende Juden, die Deutschland vor dem Krieg verlassen mußten. Der Applaus, die Bravorufe und die Äußerungen besonders der älteren Zuschauer, "was ist das für eine tolle Jugend", trugen dazu bei, daß man sich mit der besonderen Beziehung Deutschlands zu Israel bewußt wurde. Und so war auch der Holocaust ein wichtiger Teil der historischen Auseinandersetzung, Besuche von Gedenkstätten lösten bei allen Teilnehmern bedrückende Gefühle aus.

Auf andere Weise beeindruckend war ein Abstecher zum Toten Meer. Dort konnten sich die Marler das Gerücht bestätigen lassen, daß man beim Baden gleichzeitig die Zeitung lesen kann.

Mit den vielfältigsten historischen, politischen und touristischen Eindrücken versehen, trat die Gruppe dann nach acht Tagen wieder die Heimreise an. Eine betrübte Stimmung stellte sich jedoch am heimatlichen Flughafen ein, als Schüler und Begleiter von den sommerlichen Temperaturen in Israel auf kalte drei Grad in Marl "umschalten" mußten.

Schulleiter Rudert faßte zusammen: "Die Reise war ein außerordentlich großer Erfolg!" Den drei "Federführern" Volker Zwetschke, Michael Zobel und Michael Kleinkes sei zusammen mit der unermüdlichen Regisseurin Annette Krause höchste Anerkennung auszusprechen.

Marl Aktuell, 15.04.1995


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