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Musical: "Der Mann von La Mancha" |
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"Er träumt
den unmöglichen Traum, bekämpft den unschlagbaren Feind, erträgt den
untragbaren Kummer, stürmt vor, wo der Tapferste flieht" - Worte des
Titelsongs aus "Der Mann von La Mancha". Dieses Musical von Dale Wasserman
und Mitch Leigh über das Schicksal des Don Quixote und seines Verfassers
Miguel de Cervantes Saavedra lief nun, gestaltet von Schülern und
Lehrern des Gymnasiums im Loekamp (GiL) im Rahmen des 4. Europäischen
Klassik-Festivals im Eisenlager temporeich über die Bühne. |
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Eine insgesamt homogene schauspielerische und gesangliche Leistung wie auch ein hervorragendes instrumentales Spiel verbieten es eigentlich, einige der Mitwirkenden hervorzuheben. Doch sei dies in einem Fall gestattet: Wie Helge Salnikau hier die Rolle des Cervantes/ Don Quixote anlegte, war schon außergewöhnlich eindrucksvoll. |
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Wie leicht gingen ihm die geschliffenen Satzperioden, die Bildung und Idealismus des Don Quixote offenbarten, über die Lippen, wie klangvoll und ausdrucksstark zeigte sich sein Gesang. Doch das Schönste war, dass er die leise Poesie des Ritters von der traurigen Gestalt, seinen unverbrüchlichen Glauben an das Schöne und Gute in der Welt, anrührend transportierte.
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Über zwei Stunden lang ging dieses Musical (Regie: Alois Banneyer/ Cornelia Lüngen-Steinau; Musikalische Leitung: Gerd Beckmann) beeindruckend farbig über die Bühne. Talentiertes SpielDie Handlung spielt in Spanien gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Von der Inquisition angeklagt, befindet sich Cervantes samt seinem Diener im Gefängnis von Sevilla. Seine Mitgefangenen, die es auf den Besitz des Dichters, eine Truhe mit Theaterkostümen und das Manuskript von "Don Quixote" abgesehen haben, wollen ihn in einem eigenen Schauprozess überführen. Cervantes verteidigt sich und schlüpft in die Rolle des Don Quixote. |
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Das Gefängnis verwandelt sich, die Mitgefangenen tauchen ein in die fantastische, von Idealen geprägte Welt des Dichters, die in krassem Gegensatz zu ihrem eigenen Leben voller Habgier und Betrügereien steht. Mit dieser gelungenen Inszenierung bewies die "Oper am GiL" Talent und den Mut, auch schwierige Stoffe anzugehen, vor allem jedoch eine unbändige Spielfreude, die ganz wunderbar über die Rampe kam und mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. |
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Von Brunhild Schmelting Marler Zeitung, 20.06.2001 |
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