Bingo rettet die Nonnen

 

THEATER MARL: Oper am GiL führt New Yorker Kultmusical "Non(n)sense" auf

Die Premiere des neuesten Musicals der Oper am GiL steht am kommenden Wochenende unmittelbar bevor. Um der Aufführung den letzten Schliff zu verleihen, reisten das Musical-Ensemble und das Orchester der Oper am GiL in der vergangenen Woche in die Landesmusikakademie nach Heek-Nienborg.


Die Hitze der vergangenen Tage konnte die Schülerinnen und Schüler nicht davon abhalten, sich intensiv mit den heißen Swing-Rhythmen des Musicals "Non(n)sense" von Dan Goggin zu befassen. Und so waren die Songs bis spät in den Abend im historischen Ambiente des Burgbezirks zu hören.

Mit "Non(n)sense" setzt die Oper am GiL auf das meistgespielte Kleinmusical der Welt, das seit seiner New Yorker Premiere im Jahr 1985 in über 5000 Inszenierungen auf die Bühne gebracht wurde. Der Name ist Programm, die Geschichte absolut unmöglich und umwerfend komisch.

Sie handelt von fünf Nonnen, die, weil sie zu spät vom Bingo zurückgekehrt sind, als einzige ihres Klosters nicht an einer verdorbenen Suppe dahinscheiden. Da für die Beerdigung von vier der 52 Nonnen kein Geld übrig bleibt, entschließen sie sich kurzerhand, ihr musikalisches Talent auf die Bühne zu bringen und das nötige Geld mit einer Bühnenshow zu beschaffen.

Wer sich das kultige Nonnen-Musical nicht entgehen lassen möchte, kann die fünf Schwestern auf der Bühne des Theaters Marl am kommenden Samstag, Sonntag und Montag jeweils um 19.30 Uhr erleben. Tickets gibt es in der Sternbuchhandlung, in der Buchhandlung Dees und im Gymnasium im Loekamp. Weitere Informationen sind unter www.operamgil.de erhältlich.

Fünf Nonnen blieben von der verdorbenen Sonne verschont. Um die Beerdigung ihrer Mitschwestern finanzieren zu können, inszenieren sie spontan eine Bühnenshow.


Marler Zeitung, 21.07.2003  


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