GiL wird stiefmütterlich behandelt

 

- Von: Paul-Hermann Majkowski, Jasminweg 5, Elternvertreter der Klasse 10b, GiL

- Betr: Bericht "Oper am GiL soll Miete zahlen"

- vom 4. April

Das Kulturamt will in Zukunft bis zu 3500 DM von den Schulen für die Benutzung des Theaters verlangen, um damit das städtische Defizit des Theateretats zu minimieren. Wie hoch ist dieses Defizit? Woher kommt dieses Defizit? Welchen Etat hat eigentlich das Theater und wofür wird das Geld ausgegeben (z.B. um Nackte mit Hühnern auf der Bühne zu sehen - und ein paar Leute schauen zu??)?? Bei allen Ausführungen der Oper am Gil im Theater der Stadt Marl waren alle Aufführungen ausverkauft. Für viele Familien ist dieser Theaterbesuch der Aufführungen der Oper am GiL der einzige Theaterbesuch pro Jahr: 1. weil die Eintrittspreise noch erschwinglich sind und 2. das angebotene Programm nicht ihren Interessen entspricht. Hierüber sollte man einmal nachdenken.

Mit Verwundern kann ich feststellen, dass lt. Herrn Hasselmann die Oper am GiL die einzige Schule im Theater gewesen ist. ASG und August-Döhr-Schule durften über die Musikschule ins Theater. Die Musikschule ist eine städtische Einrichtung, das GiL nicht? Oder muss die Musikschule in Zukunft auch zahlen? Der Etat für Schulkultur ist ja schließlich um DM 5000,- auf 15 000 erhöht worden. Bei knapp 30 Schulen in Marl verbleiben für jede Schule gut 500 DM!!

Die hervorragende Arbeit der Oper am GiL wird auf ihrer Homepage www.operamgil.de bestens dokumentiert. Bisher besuchten 4200 Leute diese Seiten auf, denen auch ein Forum zu diesem Thema eingerichtet ist. Die Zahl derer, die ihren Unmut über das Vorgehen der Stadt Marl äußern, wird täglich größer.

Quo Vadis Marl?

Nach meiner Meinung wird das Gymnasium im Loekamp wieder mal mehr als stiefmütterlich behandelt: Wasserschaden in der Turnhalle nur z. T. beseitigt (Schimmel auf dem Boden und an Klettergerüsten); in der Aula regnet es durch und die Platten fallen von den Decken; in den Klassenzimmern fallen nicht nur Deckenplatten, sondern auch Maden auf die Kinder herab (ab und zu auch eine tote Maus) und nun auch noch 3500 DM Benutzungsgebühren für das Theater zahlen! Quo vadis Stadt Marl?


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