PRO UND CONTRA

 

Soll das Theater Miete kassieren?

Das Kulturamt will bald eine Miete erheben, wenn Schulen, Vereine, Chöre und kommerzielle Anbieter das Theater nutzen.

Kämmerer Joachim Hasselmann sieht keine Alternative zur Theater-Miete

Auch Proben verursachen Kosten

Der Haupt- und Finanzausschuss hat den Fördertopf für Schulkultur um 5000 Mark auf 15.000 Mark erhöht. Von daher wird keine Schulaufführung gefährdet sein. In der letzten Spielzeit war die Oper am GiL ohnehin das einzige Schul-Ensemble, das die Theaterbühne genutzt hat. ASG und August-Döhr-Schule waren ja über die Musikschule an der Produktion des "Kleinen Muck" beteiligt.

Bisher habe es keinen Anreiz, sich bei ihren Proben auf ein Mindestmaß zu beschränken. Das wird und muss sich nun ändern. Denn auch Proben bescheren uns Kosten, zumal aufgrund von Auflagne der Feuerwehr ein Techniker ständig präsent sein muss.

Rolf Rudert, Schulleiter des Gymnasiums im Loekamp lehnt die Theatermiete ab

Wertvolle Arbeit wird gefährdet

Für die Oper am GiL ergibt sich durch die Theatermiete eine Kostensteigerung von 3500 Mark. Und darin haben wir die Kosten für zusätzliches Bühnenpersonal noch gar nicht eingerechnet. Das ist für uns untragbar. Wertvolle, seit 28 Jahren ausgeübte Jugendarbeit der Oper am GiL, für die die frühere Leiterin mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, wird gefährdet oder auf ein Niveau gesenkt, das viel tiefer liegt als heute.

Überall werden Vandalismus und Gewalt von Jugendlichen beklagt. Hier leisten junge Menschen Hervorragendes. Man dankt es ihnen nicht. Bei einer Verdrängung aus dem Theater wird ein Teil des Marler Kulturlebens verloren gehen.


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