|
|
Snoopy erwacht auf der Bühne zu neuem Leben
OPER AM GIL: Neues Musical um die berühmte Comic Figur/ Aufführung am Freitag, 13. Juni, in der Realschule Hüls
Wer kennt sie nicht, die Peanuts des Cartoonisten Charles M. Schulz? Seit über 40 Jahren haben die Comicfi-
guren um den hochphilosophischen Hund Snoopy mindestens ebensoviele Fans wie Tarzan. Charlie Brown als tragischer
Held, das durchftriebene Biest Lucy, die einfältige Sally, die wegen ihrer zu großen Nase mit Komplexen behaftete
Patty, der Vogel Woodstock und Linus, der sich nie von seiner blauen Schmusedecke trennen kann, sind die Protagonisten
der Comicserie mit Kultstatus.
Anders als in vielen anderen Comic-Strips werden Probleme hier nicht vernebelt, sondern bewußt aufgegriffen.
Das, wahrscheinlich, macht ihren Erfolg aus.
Lebendig werden die "Peanuts" am Samstag, 13. Juni, um 20 Uhr in der Aula der Emst-Immel-Realschule in
Marl-Hüls, wenn sich der Vorhang für die neueste Premiere der "Oper am GiL" hebt. Sieben Schülerinnen
und Schüler, alle mit langjähriger Erfahrung als Musicaldarsteller, haben unter der Leitung von Gerd Beckmann,
dem Chef der "Oper am GiL", das Musical "SNOOPY" in intensiver Probenarbeit einstudiert.
Begeistert sind Gerd Beckmann und der als Spielleiter mitwirkende Theaterpädagoge Alois Banneyer,
Ruhrfestspiele Recklinghausen, vom Engagement und von der Probendisziplin des jungen Ensembles, das bereits einige
Ausschnitte aus "SNOOPY" bei den Schultheatertagen in Recklinghausen mit großem Erfolg zeigen konnte.
Das Musical "SNOOPY" startete 1975 in San Francisco als Fortsetzung des Erfolgsmusicals "YOU'RE A
GOOD MAN, CHARLIE BROWN". Es zeigt eine temporeiche Mischung szenisch umgesetzter Cartoons mit einer Fülle von
Songs, die den Witz, die Naivität und die klassische Alltagsphilosophie der kleinen Helden zum Bühnenleben erwecken.
Die ,Londoner Erstaufführung im Jahre 1983 wurde von den Kritikern des "Daily Telegraph" und der "Times"
zum "besten Musical des Jahres" gewählt. Wen wundert, daß "SNOOPY" auch 1985 im K&K Theater
in Wien zu einem Riesenerfolg wurde.
Die deutsche Erstaufführung fand zwei Jahre später durch eine junge freie Theatergruppe im Stadttheater Münster statt.
Mit dabei als Schlagzeuger im Orchester war seinerzeit der heutige Leiter der "Oper am GiL" Gerd Beckmann,
der sich noch immer gerne an die stets ausverkauften Vorstellungen erinnert.
Wie in der deutschen Erstaufführung wird das Musical auch in Marl durch eine fünfköpfige Band
begleitet. Bewußt wird hier auf den Einsatz von Streichern und Bläsern verzichtet, um den im
Originalarrangement von Larry Grossmann angelegten Charakter der Musik, die sich am Stil der
Kinopianisten und Kleinorchester orientiert, möglichst authentisch wiederzugeben.
Wer Appetit auf "SNOOPY" bekommen hat, kann das Musical noch am Sonntag, 14. Juni um 16 Uhr und
am Montag, 15. Juni um 19 Uhr sehen. Karten sind im Vorverkauf im i-Punkt (Marler Stern) und in
den Buchhandlungen Lesezeichen und Dees in Marl Hüls und natürlich im Gymnasium im Loekamp erhält-
lich.
|