Oper am GiL: Rock-Musical über Spaß und Ernst im Leben Jugendlicher zum 30. Geburtstag / Eine gekonnte Mischung |
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Die
Bühne ist mit einem spärlichen, blauen Licht erhellt. Eine Gruppe
Jugendlicher tritt vor den blanken Hintergrund. Noch weiß der Zuschauer
nicht, wer sich ihm dort vorstellt. Erst als die Bühnenteile gen
Publikum gedreht werden, offenbart sich, was die Jugendlichen im Schutze
der Nacht getan haben. Sie sind ihrem Lieblingshobby nachgegangen, dem
Sprayen. |
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Die Protagonisten des Stücks sind Lena und Tobi. Die 15-jährige Lena (Inga Murawski) surft liebend gern im Internet und unterhält sich in Chaträumen mit anderen Gleichaltrigen. Eines Abends meldet sich bei ihr ein gewisser "Nad" alias Tobi (Mehmet Ese), der erst seit wenigen Tagen in Lenas Stadt wohnt. Schnell kommt es zu einer Verabredung zwischen den beiden. |
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Doch
zum ersten Treffen kommt es erst gar nicht. Während Lena sich verspätet,
wird Tobi von der eingangs vorgestellten Sprayergang angemacht. Der Laden
seiner Mutter wird kurz darauf das Ziel der Graffiti-Künstler. Als
Tobi die Gruppe zur Rede stellen will, wird er von deren Mitgliedern verprügelt. |
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Was
den Zuschauern mit dem "Musical für Rapper und Rocker"
geboten wurde, war eine gekonnte Mischung dessen, was Jugendliche bewegt.
Dabei waren nicht nur die Sprayer wichtiger Bestandteil, sondern auch
die ganz alltäglichen Probleme von Jugendlichen mit ihren Eltern
und Freunden. Über
ein Jahr haben die Schüler des Gymnasiums im Loekamp an diesem Stück
gearbeitet. Eine anstrengende Arbeit, wie Gerd Beckmann weiß, der
die Spielleitung übernommen hat. "So viele Jugendliche über
einen so langen Zeitraum bei der Sache zu halten, ist schon nicht einfach",
berichtet er über die lange Probezeit. "Vor allem wenn man mal
vier, fünf Stunden am Stück probt und der eigentliche Aufführungstermin
noch in weiter Ferne liegt, ist es schwierig, alle motiviert zu halten."
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ein Jahr wurde geprobt Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Das 1998 in Hannover uraufgeführte Stück wurde mit Begeisterung vom Publikum angenommen. Und es ist auch gerade das, was man zum 30-jährigen Jubiläum der Oper am GiL haben wollte. "Einen Galabend haben wir bereits zum 25-jährigen gemacht. Diesmal wollten wir lieber den Leuten zeigen, dass die Idee von vor 30 Jahren noch immer lebendig ist", erklärt Gerd Beckmann, warum man "nur" ein Musical zum runden Geburtstag aufgeführt hat. |
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| Von Stefan Korte | Die Sprayergang ruft zur Attacke | ||