Bläser Kunst aus der Dose und Musik auf der Bühne

 

Oper am GiL probt fürs neue Stück "Spray Attack"

Immer näher rückt der Premieren-Termin des aktuellen Stücks der Oper am GiL: "Spray Attack": 16. Juli. In der heißen Phase wurde jetzt in der Landesmusikakademie in Heek geprobt. Graffiti, die Kunst aus der Dose, ist für die einen ästhetischer Ausdruck der HipHop-Szene, für die anderen nichts als eine üble Schmiererei. Genau diesem Spannungsfeld widmet sich die Oper am GiL mit ihrem neuen Musical.

Nachdem das Ensemble bereits in einer Jugendbildungsstätte in Hattingen mehrere Tage geprobt hat, begab sich das Orchester der Oper am GiL mit den Gesangssolisten auf die Reise in die Landesmusikakademie in Heek, um den fetzigen Arrangements des Musicals "für Rapper und Rocker" - so der Untertitel -, die nötige musikalische Präzision zu verleihen. Die musikalische Leitung hat Gerd Beckmann, der Leiter der Oper am GiL, an den ehemaligen Schüler der Schule Alexander Bülow abgegeben, der in seiner gesamten Schulzeit als Pianist und Fagottist in der Oper am GiL mitwirkte und sich zur Zeit auf die Aufnahmeprüfung für den Kapellmeisterstudiengang an verschiedenen Musikhochschulen vorbereitet.

Besonders konnten sich Alexander Bülow und Gerd Beckmann darüber freuen, dass der Komponist des Musicals, Christoph Hempel, für drei Tage in die Landesmusikakademie an die holländische Grenze gereist war, um die stilgerechte Umsetzung seiner Musik durch das Orchester gemeinsam mit den Musikern des Orchesters und den Gesangssolisten zu erarbeiten. Christoph Hempel ist Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und hat zahlreiche Musicals für Jugendliche komponiert. Hempel freut sich, dass sein Musical "Spray Attack" nun bereits in einer dritten Produktion auf die Bühne kommt. "Die Bläser klingen wie Samt und Seide, die Rhythmusgruppe kann so richtig anheizen", lobte er die jungen Musiker und machte deutlich, dass er von der Leistungsfähigkeit der Mitwirkenden und der Intensität der Probenarbeit begeistert ist.

 
 

 


WAZ, 15.06.2002   


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