Von Alabama bis Bilbao

Kurzbeschreibung:
Fotos
Presseberichte

Revue mit Songs von Kurt Weill und Hanns Eisler mit Texten von Bertolt Brecht.

Eine Kooperation der Oper am GiL mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und der Schachtanlage Auguste Viktoria in Marl.

Aufführungen am 14., 15. und 17. März 1999 in der Lehrwerkstatt auf der Schachtanlage AV I/II und auszugsweise im Rahmen der Eröffnung der Ruhrfestspiele Recklinghausen am 1. Mai 1999 im Theaterzelt.

Regie: Alois Banneyer
Musikalische Leitung: Gerd Beckmann
Choreinstudierung: Andrea Möller
 
Inhaltsangabe:

Aus Anlass des 100. Geburtstages Bertolt Brechts entstand 1998 die Idee zu einer Revue, in der Songs von Kurt Weill und Hanns Eisler zu Texten von Bertolt Brecht präsentiert werden sollten. Schauspielerisch und sängerisch fortgeschrittene Schülerinnen und Schülern waren Zielgruppe dieses Projekts.

Anatol, ein junger, hochbegabter Regisseur, erhält die Gelegenheit in einem Bergwerk einen Film mit neu inszenierten Brecht-Songs zu drehen. Das Publikum erhält Einblick in den Drehbetrieb am Set und die Probleme der außergewöhnlichen Produktion. Der Regiesseur hat nicht nur mit einem viel zu niedriegen Budget zu kämpfen, auch die billig eingekauften Schauspieler und die Technik machen ihn zu schaffen. Die Schauspieler sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die es versteht, in die verschiedenen Stimmungen der Songs einzutauchen, aber auch unter sozialen Problemen im Kulturbetrieb, wie z.B. Verlust von Anstellungen, Engagements, etc. durch Einsparungen im Kulturbereich zu leiden hat. "Klappe - und Action!" Mit der Ouvertüre der "Dreigroschenoper" beginnt eine Reise in das Milieu von Jonathan Peachum und Mackie Messer. In industriellem Untertage-Ambiente treten sogar echte Bergleute auf, Maschinen und Loren kommen zum Einsatz. Neben den Klassikern wie der "Moritat von Mackie Messer", "Denn wovon lebt der Mensch" oder dem "Kanonensong" wird auch der Sprung zur Moderne gewagt. Der legendäre, bissige "Song of Mandeley" wird im "Mandeley-Rap" neu vertont und arrangiert. Ein weiteres Highlight bildet der Song "Lost in the Stars" - Kurt Weill einmal anders. Nach seiner Emigration in die USA hatte sich Weill erfolgreich dem Musical zugewandt und seinen Musikstil radikal verändert. Hiermit soll eine Seite Kurt Weills gezeigt werden, die nur wenig in Deutschland bekannt geworden ist.

Drei Aufführungen vor ausverkauften Reihen Helme tragender Zuschauer fanden im März 1999 statt und erregten ein ungewöhnliches Echo in der Presse und im Fernsehen. Auszüge des Programms, das so bekannte Nummern wie die "Moriat vom Mackie Messer" und den "Kanonensong" (Dreigroschenoper) oder den "Bilbao-Song" und "Surabaya-Johnny" (Happy End) enthielt, wurden nochmals im Rahmen der Eröffnung der Ruhrfestspiele am 1. Mai im Theaterzelt auf dem Festspielhügel aufgeführt.

zurück