The King and I

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Musical in zwei Akten nach dem Roman "Anna und der König von Siam" (1944) von Margaret Landon und den Tagebuchauf- zeichnungen "The English Governess at the Siamese Court" (1870) von Anna Herriette Leonowens
Buch und Songtexte: Oscar Hammerstein II
Uraufführung: 29. März 1951, St James Theatre New York
Aufführung der Oper am Gil unter der Leitung von M. Kleinkes, M. Zobel und V. Zwetschke am 4., 5. und 8. 3. 1995 im Theater Marl Israeltournee und weitere Aufführungen im Theater Marl im Mai
 

Inhaltsangabe:
Das Musical handelt von den Erlebnissen der englischen Schullehrerin Anna Harriette Leonowens, die 1860 als Erzieherin der königlichen Kinder an den siamesischen Hof kommt. Von Beginn an treffen zwei Welten aufeinander, einerseiteits die moderne, aufgeschlossene englische Lady und andererseits der despotische, patriarcha- lische König von Siam, der versucht, die westliche Zivilisation mit ihren Gebräuchen und ihrer Technik zu verstehen und sie seinem Land näher zu bringen. So sind von vornherein Konflikte und Missverständnisse zwischen Anna und dem König vorprogrammiert, die in ihrem Witz und ihrer Komik das Herzstück des Musicals bilden.

Anna Leonowens, Witwe eines englischen Offiziers, kommt 1860 an den siamesischen Hof, um dort die über sechzig Kinder und die zahlreichen Haupt- und Nebenfrauen des Königs zu unterrichten und sie in englischer Sprache und Zivilisation zu lehren. Sie schreckt nicht davor zurück, dem eigenwilligen Herrscher Paroli zu bieten, als er sie zu Anfangs wie eine seiner Haremsfrauen oder Dienerinnen zu behandeln versucht. Anna sieht sich mit einer Welt konfrontiert, in der der König alles und die anderen so gut wie nichts bedeuten. Immer wieder bekommt sie Probleme mit dem starren Zeremoniell bei Hofe, freundet sich aber mit den Kindern und Frauen zunehmend an. Sie entdeckt auch, dass sich hinter der Fassade des starken, absolutistischen Despoten ein liebenswerter, naiver Mann verbirgt, der von Zweifeln geplagt nach den richtigen Lösungen für sein Land sucht.

Als sich ein Diplomat der englischen Krone ankündigt, hilft Anna dem König, sich als fortschrittlich und zivilisiert im westlichen Sinne dazustellen, um der drohenden Kolonialisierung durch das Empire zu entgehen. Sie unterrichtet die Frauen in "feinem Benehmen" und den Gebräuchen der Engländer und hilft ihnen, Kleider zu nähen und ein Staatsbankett auszurichten. Mit den Kindern studiert sie eine Aufführung von "Onkel Thoms Hütte" ein, dem König fertigt sie eine Liste mit Gesprächsthemen an. Der Empfang wird ein voller Erfolg, begeistert reist die englische Delegation wieder ab.

Kurz darauf kommt es jedoch zum Eklat, als der König bei der Ergreifung einer geflohenen Nebenfrau wieder zu den alten Gewohnheiten des grausamen Regimes zurückkehrt. Es kommt zu einem heftigen Streit zwischen Anna und dem König, worauf Anna sich entschließt, Siam unverzüglich zu verlassen. Als sie abreisen will, erhält sie die Nachricht, der König liege im Sterben. Sie erlebt mit, wie der König die Krone an seinen Sohn, Kronpinz Chulalongkorn, weitergibt und bittet sie, diesem bei der Regierung des Landes zu Seite zu stehen. Sie entschließt sich zu bleiben. Während Chulalongkorn die Herrschaft übernimmt und gefaßt seine ersten, von der westlichen Zivilisation geprägten Reformen verkündet, stirbt der König in der Gewißheit, das Richtige für sein Land in die Wege geleitet zu haben.


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