Rats

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"Rattenfänger von Hameln" - neu erzählt und neu gedeutet
Musik: Nigel Hess
Lyrics: Jeremy Brown
Übersetzung: Andrea und Judith Möller
Gesamtleitung und Choreinstudierung: Andrea Möller
Arrangements: Achim Sandvoss
Orchesterleitung: Gerd Beckmann
Regie: Michael Seewald, Folkwang, Musikschule Essen
Aufführung der Oper am Gil am 11. und 12. Jan. 1999 im Theater Marl
 
 
Inhaltsangabe:

Das Musical "Rats" basiert auf dem Märchen "Der Rattenfänger von Hameln". Die Moral der Geschichte wird durch moderne sozial- und gesellschaftskritische Elemente ergänzt. Die Ratten sind in dieser Musicalversion keine Tiere, sondern Punks. Sie, die sogenannten "Rats", zerstören den sozialen Standart der Stadt Hameln. Durch ihre Kleidung, ihr Verhalten und ihre Einstellungen passen sie nicht in das starre Gesellschaftsgefüge der spießigen Bürger und Kinder. Die "Rats" werden als Plage, Wertminderung für Immobilien und die Stadt gesehen, "man" will sie loswerden. Das Musical bringt die Probleme von heutigen Großstädten, wie Rassismus, Diskriminierung, soziale Ungleichheit, Blockbusting usw. auf den Punkt.

Der geizige Bürgermeister "Old Greedy" träumt: Er möchte die Plage wieder loswerden, die "Bürger" klagen und der "Stadtrat" stellt ihm ein Ultimatum. Der "Pfeifer", ein Rattenfänger für Menschen, bietet den Bürgermeister seine Hilfe an. Für 1000 Gulden will er mit seiner Flöte alle "Rats" in die Weser führen. Der Bürgermeister willigt nach einer Beratung mit dem Stadtrat in die ethnische Säuberung ein und so geschieht alles wie abgesprochen. Nachdem alle "Rats" ertrinken, verlangt der Pfeifer seine 1000 Gulden, doch die will der Bürgermeister nach Intervention des Stadtrates nicht zahlen. Daraufhin entführt der Pfeifer alle "Kinder". Nur "Jackie", die Tochter der Bürgermeisters, bleibt aufgrund ihrer Behinderung zurück und berichtet, was passiert ist. Nun stellen sich die Bürger erneut gegen "Old Greedy": "Man" hätte den Pfeifer bezahlen sollen; allein der Bürgermeiter trägt in ihren Augen die Schuld an der Misere. Schließlich erkennen die verbliebenen Hamelner ihr eigenes Fehlverhalten - "Verträge bricht man nicht!". Die "Kinder" kommen aber trotzdem nicht zurück - die "Rats" ja auch nicht.

Am Schluß erwacht der Bürgermeister aus seinem schrecklichen Alptraum. Er hat einiges daraus gelernt: Vieles muß sich in Hameln ändern.

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